Halt und Bindungs-News

Viele Paare und Eltern die sich an uns wenden wollen wissen,

ob so ein Familienworkshop für sie das richtige wäre. Sie sind etwas unsicher,

ob sie mit ihrer Problematik bei uns richtig sind.

Ich habe ein paar Anliegen gesammelt, die Teilnehmer an uns geäußert haben,

als sie zu uns zum Familienseminar gekommen sind und die repräsentativ sind

für die Themen die wir im Rahmen der Workshops häufig begleiten.

Diese stelle ich eine Zeit lang ins Netz, da ich denke,

dass es dem einen oder anderen mehr Klarheit darüber geben kann

ob für ihn und seine Familie so ein Workshop hilfreich sein könnte.

Denn nicht jedes Angebot ist für jeden geschaffen.

Mit welchen Anliegen kommen also Familien häufig zu uns?

Woran merken sie, dass sie für sich was verändern müssen?  

Mutter von einem Jungen, 11 Jahre alt:

„Ich war mit ihm schon überall, wir haben schon viel abgearbeitet.

Das eine jedoch bleibt: Ich habe keine richtige Beziehung zu ihm.“

Mutter eines 17 jährigen Sohnes:

„Er lebt nicht sein Potential, ist wie ausgebremst, scheint noch in dem Schmerz

zu verharren, als die Eltern sich getrennt haben.“

Mutter eines 9 jährige Sohnes:

„Er trägt was mit sich rum und ich weiß nicht was und komm an ihn einfach nicht ran.“

Mutter eines 7 monatigen Sohnes:

„Ich wünsch mir endlich die Wut und den Hass gegen Julians Erzeuger nicht mehr zu spüren.“

Maria wurde als Baby von fremden versorgt und lebte vom 3.-13 Lebensjahr im Internat:

Sie wünscht sich mehr Sicherheit in sich zu spüren und keine Angstzustände mehr haben zu müssen.

Vater zweier Mädchen (6 und 2):

Er wünscht sich mehr Lebendigkeit und Wachsamkeit in der Familie

und möchte rausbekommen: Was geben wir an die Kinder unbewusst weiter?

Ehepaar, drei Kinder (12,10 und 7):

Wünschen sich Klarheit für ihre Beziehung und möchten die Machtkämpfe aus der Ehe verbannen.

Alleinerziehende Mutter, Sohn 6:

Mario respektiert mich nicht als Mutter, er hört schlecht und provoziert ständig,

er nimmt manchmal die Ersatzrolle als Partner ein.“

Mutter von 2 Kindern (4 und 1 Jahr alt):

Kein Familienleben mehr vorhanden. Kleinigkeiten führen zur Eskalation,

wir leben nur für die Kinder, kein Leben mit den Kindern, geschweige denn ein Leben als Paar.

Großmutter die mit ihrem Enkel (6) zusammenlebt:

Wir brauchen Unterstützung für unsere Lebenssituation, Abbau von Wut und Aggression.

Mutter mit erwachsener Tochter:

Wenn ich meine Tochter umarme kommt es nicht ganz aus der Seele.

Ich spüre Schuldgefühle ihr gegenüber.“

Mutter von 2 Kindern (12 und 5 Jahre):

„Ich bin völlig hilflos gegenüber den Eifersuchtsattacken und Wutanfällen meiner Söhne.“

Mutter von zwei Töchtern (15 u. 17):

„Ich befinde mich in einer akuten Trennungssituation. Ich werde das gemeinsame Haus verlassen.

Unsere Töchter bleiben bei meinem Mann. Ich habe Angst immer mehr meiner Mutter zu folgen.“

Alleinerziehende Mutter mit Tochter (4 ½):

„Ich möchte meine Angst vor der Zukunft überwinden, zufrieden sein mit dem was ich habe,

gelassener werden, was sich auch auf meine Tochter auswirken soll.

Ich wünsch mir meinen Druck los zu werden, mich freier fühlen,

Vertrauen in die Umgebung gewinnen. Das viele Weinen soll aufhören.“

Vater von 3 Kindern (10, 9, 3):

Ist vordergründig da um seine Frau zu stützen. Hat selber vor 6 Wochen seine Arbeit verloren

und kann zu Hause nicht mehr ausgleichen, ist mit der eigenen Kraft am Ende,

hat eine längere Krankheitsphase mit fortwährender Halsentzündung.“

Vater von drei Kinder (7, 4, 2):

Uwe (2) ist ein sehr anstrengendes Kind da er ständig was anstellt:

er ist aggressiv, macht Spielsachen kaputt, schlägt,…und meine Frau ist körperlich wie seelisch total erschöpft.

Sie will die Trennung. Ich sehe den Hauptkonflikt in unserer Ratlosigkeit im Umgang mit Uwe.

Ich will dass meine Frau spürt, dass ich sie liebe “

 

Wenn ich auf unsere bisherigen Workshops zurückblicke

ist mein Eindruck, dass folgende Menschen unser Angebot aufsuchen:

Menschen, die auf der Suche sind

-          nach ein mehr an Lebensqualität im Rahmen ihrer Beziehungen.

-          nach Halt, Sicherheit & Geborgenheit. = Bindungsthemen

Es sind oft Eltern dabei, die den täglichen Umgang mit den Kindern als anstrengend und kräftezehrend erleben:

Es fällt ihnen schwer auf die emotionalen Reaktionen der Kinder einzugehen, ihnen Halt zu geben,

weil ihnen oft selber als Kinder Halt gefehlt hat.

Es sind oft erschöpfte Eltern, denen selber ein Rückhalt gefehlt hat oder momentan fehlt.

Aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen wünschen sie sich eine tragfähige Familie.

Die meisten Teilnehmer bezeichnen den Wunschzustand für die Familie als „Harmonie“:

Wenn wir Eltern Im Rahmen unserer Familienworkshops nach dem Anliegen fragen,

welches sie zu uns führt, fällt häufig der Satz:

„Ich wünsch mir Harmonie in der Familie, ein harmonisches Zusammenleben,…“

Was bedeutet für sie Harmonie?

Sie möchten den regelmäßig stattfindenden Streit zwischen den Eltern,

der Eltern mit den eigenen Eltern/Schwiegereltern oder der Eltern mit den Kindern ein Ende setzen.

Sie wünschen sich ein leichtes Miteinander:

„Mal wieder miteinander lachen zu können. Bei uns ist alles so ernst…“ (Familienvater bei einer Anliegenrunde)

Im Rahmen unserer Familienworkshops bekommen Menschen Impulse,

die sie erfahren lassen, wie sie für sich und innerhalb ihrer Familie was lösen können.

Meistens geht es darum einen gewissen Teufelskreis zu durchbrechen.

Festgefahrene Abläufe innerhalb der Paarbeziehung oder der Eltern mit den Kindern,

die als einschränkend erlebt werden dank neuer Erfahrungen in Fluss zu bringen, in eine Bewegung, die löst und Kraft gibt.

Der heutige Trend,

in der Kleinfamilie den wesentlichen Halt zu suchen,

überfordert viele  Paarbeziehungen.

Menschen brauchen auch ein soziales Umfeld welches trägt.

Auch das können Familien erfahren, wenn sie ein Wochenende bei uns erleben:

Wie wohltuend sich die Gruppe von gleichgesinnten Familien auf die ganze Familie auswirkt.

Manchmal ergibt sich ein neuer Kontakt untereinander, der außerhalb der Workshops weitergeführt wird...

 

C.Candel