Regelmäßig holen wir uns schriftliche Rückmeldungen der Teilnehmer zu unseren Workshops.
Einige davon stelle ich zusammen und setze sie ins Internet, so dass Sie erfahren können wie es Teilnehmern bei uns ergangen ist:
Rückmeldung zum Workshop:
Wie zufrieden waren sie mit …
…der Großgruppe:
- warm, immer sehr schöne Momente, tolle Ideen mit den Liedern, besonders das Krokodil! Und ein wunderbarer Abendausklang!
- sehr schön, voller Bewegung und Gesang
- sehr abwechslungsreich
- in der Großgruppe habe ich mich schnell sehr geborgen gefühlt
- eine tolle, kleine Großgruppe, sehr zufrieden
..der Erwachsenenrunden:
- spannend wie ihr mit den Tänzen u. ä. ein solches Gruppengefühl und aufgehobensein in der Gruppe geschaffen habt. Schön auch von den anderen zu erfahren wie es ihnen geht.
- sehr angenehm durch weniger Teilnehmer, jeder hatte dadurch mit jedem guten Kontakt, auch beim Essen war es egal wo man saß, man konnte mit allen komunizieren.
- wir wurden schnell zu einer vertrauten Runde, lachen und weinen, alles durfte sein
- war sehr informativ, ergebnisreich und erholsam, da man sich nicht mehr so alleine gefühlt hat
- der Einstieg mit dem spüren der Verbindung, dem Erläutern vom Leben in Gegensätzen, Familienstellen als Laie und der Transfer für den Alltag war gut nachvollziebar
- interresant, bis bewegend, bis albern
…der Einzelarbeit:
- viel Zeit für Einzelarbeit durch große Zahl der Therapeuten, hätte ich gar nicht erwartet!
- sehr, unsere Therapeutin hat uns sehr geholfen die Lösung in uns zu finden anstatt eine Lösung vorzugeben. Sie hat uns ein gutes Gefühl vermittelt
- sehr hilfreich und ordnend
- wenig Zeitdruck, weil Therapeuten nicht so genau auf die Uhr schauen mußten. Man konnte sich deshalb besser auf den Prozess einlassen.
- sehr bewegend, der Anfang...
- sehr achtsam und empathisch
- ungewohnt aber sehr vertrauenserweckend und geborgenvoll
- sehr intensiv, fühlte mich wunderbar aufgehoben und sehr kompetent begleitet!
- sher gu, wir sind begeistert
… Kinderbetreuung:
- einfach super!
- unserem Sohn ging es prima und wir konnten ihn ganz entspannt dort lassen
- perfekt!
- unser Sohn hat nichts negatives erzählt, sehr gut!
- unsere Kinder haben nicht viel erzählt, aber sie waren glücklich, also war die Betreuung wohl sehr gut!
…dem Haus:
- ein Rahmen in dem man richtig abschalten kann.
So-abend haben wir erts gemerkt wie sehr wir uns aus der Welt ausgeklingt hatten und wie gut das tat!
…der Dauer des Seminars:
* richtig zu lang zu kurz hätte noch länger sein können, klar
Sonstigem:
- ihr habt genau das richtige Maß an echter persönlicher Begegnung und klarer Trennung zwischen Therapeuten und Teilnehmern. Das fand ich sehr gut!
- wohltuende und professionelle therapeutische Führung, angenehmes Klima unter den Therapeuten
- klare Struktur auch von den Zeiten her, vielen Dank!
Auf der folgenden Seite können Sie außerdem Briefe/Berichte von Klienten durchlesen,
die eigene Erfahrungen im Rahmen unserer Seminare und Praxen gesammelt haben
und bereit waren ihre ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse über diese Seite anderen Menschen zugänglich zu machen.
Wir möchten uns bei Ihnen bedanken, dass Sie die Veröffentlichung im Internet möglich gemacht haben!
Meine Erfahrungen mit dem Festhalten (Mutter von 3 kleinen Kindern):
Als ich mein erstes Buch von Jirina Prekop las, war ich tief bewegt von dem Festhalten und sehnte mich nach diesem Gefühl des Angenommen-und-Gehaltenseins.
Als ich dann als haltende Mutter in Eigenregie die ersten Festhalteerfahrungen mit meinen Kindern sammelte, war ich zwar dankbar für diese Möglichkeit der Konfliktbewältigung – wenn sonst nichts mehr half – doch war ich erst danach richtig erschöpft.
Erst Jahre später während eines Familienseminars, lernte ich vieles, was mir das Halten der Kinder enorm erleichterte. Indem ich lernte mehr und mehr bei mir selbst zu bleiben und auch mal bewusst die Rolle der „Großen“ an zu nehmen konnte ich meinen Kindern erst wirklich den Halt und die Sicherheit geben, die sie brauchen und trotzdem noch mich selbst spüren.
Das Paarhalten lernte ich in unserem ersten Familienseminar kennen und Jahre später das „Bonding“. Trotz des Wunsches nach diesem bedingungslosem Angenommen-Gehalten-werden konnte ich es lange nicht wirklich zulassen.
An die körperliche Nähe zu einem fast fremden Menschen konnte ich mich zwar gewöhnen und dabei und dabei lernen mich besser zu spüren und gut für mich zu sorgen, indem ich den Abstand zu der haltenden Person, die Körperstellung etc. bestimmen durfte.
Ich habe durch das Gehaltenwerden gelernt Nähe zulassen zu können, aber auch zu erspüren, welche Nähe bzw. welcher Abstand mir gerade gut tun.
Doch das Vertrauen in den „geschützten Rahmen“ der Seminare, so wie das Vertrauen wirklich angenommen und gehalten zu werden entwickelte sich bei mir langsam und nach mehreren Workshops.
Bei meinem letzten „Bonding“ durfte ich erfahren, wie ich ganz bewusst in meine Gefühle „eintauchen“, diese anschauen und zulassen kann, um dann befreit und gestärkt wieder in de Alltag zurück zu kehren.
Ich habe gelernt bewusst mit Gefühlen zu arbeiten, anstatt ihnen hilflos ausgeliefert zu sein.
Ich habe durch die Erlebnisse als haltende Person erlebt, wie individuell zwar, aber doch auch ähnlich die Probleme verschiedener Menschen sind und wie wunderschön und heilsam es ist, sich gegenseitig zu helfen.
Die Seminare haben mein Selbstvertrauen gestärkt und mir Hoffnung gegeben.
Denn solange es möglich ist, dass Menschen auf diese Weise miteinander lachen, weinen und lernen, denke ich, dass diese Welt noch nicht verloren ist.
Eine Frau & Mutter von drei Kindern:
Was Festhalten bedeutet.
Festen Halt suchen, geben und finden…
Eine fremdartige Vorstellung zunächst: Auf einer Matte liegen, eine Hand auf dem Herzen, eine auf dem Bauch und einem anderen gestatten, sich obenauf zu legen. Auch wenn es ein Familienmitglied ist, erst recht aber bei einem Fremden. Wer legt sich schon gerne vor „Publikum“, einem begleitenden Therapeuten oder einer Therapeutin aufeinander, denkt man.
Aber seltsam, wenn die Situation dann ansteht und zuvor gut vorbereitet wurde, hat sie nichts Peinliches oder Unangenehmes. Erstaunlich normal fühlt sich das an.
Man erfährt, meist zum ersten Mal im Leben, dass schon alleine die Wärme und Schwere eines anderen Körpers, die unbedingte Nähe eines anderen Menschen, selbst, wenn man den überhaupt nicht kennt und einen also nichts mit ihm verbindet, außer dass eben beide Menschen sind, etwas ungeheuer Anrührendes und Tröstendes, aber auch Befreiendes haben kann.
Besonders erstaunt war ich, dass ich das Gewicht des anderen nicht als bedrängende Beschwerung empfand, sondern eher als heilsamen Druck, der es möglich machte, sich ganz nach innen zu wenden. Es kam mir vor, als hindere die Schwere auf mir meine Gedanken und Gefühle, sich selbständig zu machen und zu „zerflattern“, sondern zwinge sie gleichsam zu größtmöglicher Konzentration. Es gab kein „Entrinnen“ über Bewegungen, Herumlaufen, Umsehen. Es gab nur einen Weg, den die aus den Tiefen kommenden Gefühle nehmen konnten. Den durch den Mund:
Man kann erzählen, auf Fragen antworten, herausschreien – und dabei ungeheuer viel Ballast abwerfen…
Wenn das, was da aufkommt, weh tut, tröstet die Wärme und Berührung des anderen und hilft über den Schmerz hinweg.
Die Fragen und Anregungen der Therapeuten unterstützen einen dabei, einen guten Weg für aufkommende Gedanken und Gefühle zu finden. Wie eine Hebamme nicht am Kind zieht, sondern ihm nur den Weg zeigt und damit das ans Licht kommen erleichtert, so wird auch beim Festhalten nicht gezerrt und gezogen, sondern nur angeregt. Alles, was sich dabei äußert, kommt aus dem eigenen Inneren.
Es war zuvor schon da, nur konnte es nicht hinaus.
Nichts wird hervorgerufen oder ans Licht gezwungen, was nicht schon im Inneren vorhanden war, nichts vorgeschrieben oder hineingeheimnisst. Die Fragen oder Bemerkungen haben nichts Vereinnahmendes oder Bedrängendes, sie sind nichts weiter als Anregungen, Wegweiser, denen man freiwillig folgen kann oder nicht. Wenn nicht, wird man einen anderen, eigenen Weg finden, der aber in seiner Eigenheit durch dieselben Fragen und Bemerkungen erst eröffnet wurde.
Das was da ist, bekommt mit Hilfe des Festhaltens und der Therapeuten eine Chance, endlich herauszufinden. Das ist alles.
Aber das reicht und kann ungemein befreien.
Meine Erfahrungen mit dem Festhalten als Lebensform und Therapie (Mutter von zwei erwachsenen Kindern)
Mein Name ist Manuela Hüller und ich wohne in Sachsen, im schönen Erzgebirge. Den ersten Kontakt mit einem Teilbereich des Festhaltens hatte ich im Dezember 2008.
Bei mir war im Sommer 2008 bösartiger Brustkrebs festgestellt worden. Die schulmedizinische Behandlung, also Operation und Bestrahlung waren abgeschlossen. Die Einnahme von Hormontabletten habe ich aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen abgelehnt. Dank der fürsorglichen Begleitung meines Hausarztes, Dr. Burkhard Flechsig, habe ich begonnen, den ganzheitlichen Weg weiter zu gehen. Das bedeutete für mich, auch zu schauen was es den im seelischen für Ungleichgewichte gab, dass ich erkranken musste.
So war ich im Dezember 2008 das erste Mal zu einem Workshop der sich „Krankheits-und Symptomaufstellung“ nennt. Was mich sofort fasziniert hat, war die Art und Weise wie hier mit den Teilnehmer umgegangen wurde. Ich kannte keinen der Teilnehmer/innen, doch schon nach wenigen Stunden war eine Vertrautheit entstanden, die ich vorher noch nie so schnell in einer Gruppe erlebt hatte. Durch den achtungsvollen Umgang der Therapeuten (Ralf Lemke und Uwe Reißig) mit den Teilnehmern war dieses tiefe Vertrauen möglich. Und somit auch die Arbeit, die geleistet wurde.
Hier habe ich meine erste Familienaufstellung erlebt. Und das Ergebnis war verblüffend. Neben der sehr positiven Erfahrung, wie es sich anfühlt seine eigenen Ressourcen in den Armen zu haben, wurden mir einige Dinge in meinem Leben bewusst. So habe ich mich spontan entschlossen, den im April 2009 wieder stattfindenden Workshop erneut zu besuchen.
Als das Wochenende herangekommen war, habe ich eine schon länger zurückliegende Erkrankung aufgestellt, mein Hörverlust auf beiden Ohren. Dieser hatte sich eingestellt kurz nachdem meine Tochter Annika an einer eitrigen Gehirnhautentzündung erkrankt war. Das war im Jahr 1993. Ab dem Jahr 2004 sollte ich Hörgeräte tragen, doch ich kam mit diesem Ersatz nie zurecht. So habe ich das Thema „Weghören“ gewählt. In dieser Aufstellung sind mir wieder sehr tiefe und ergreifende Vorgänge, die mein und des Leben meiner Familie betreffen, bewusst geworden. Hier habe ich das erste Mal gesehen, wie schwer meine Tochter für mich trägt. Ich war schockiert über diese Erkenntnisse, denn wir zwei haben ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu einander. Doch wie sollte ich mit ihr darüber reden?
Es war also eine sehr bewegende Arbeit und von den Therapeuten erhielt ich den Hinweis diese Erkenntnisse auch körperlich durchzuarbeiten. Es wurde mir der Workshop im Juli 2009 in Velburg gemeinsam mit meinen Kindern empfohlen. Ich habe mich und meine Kinder, Annika und Robert, angemeldet. Als das Wochenende heran gekommen war, konnte nur meine Tochter mitkommen. Mein Sohn musste Arbeiten. Sie wusste noch weniger als ich, was uns an diesem Wochenende erwartet, doch sie ist gekommen, weil Sie sich für mich verantwortlich fühlte, wie ich heute weiß.
Und dann begann die Arbeit der Festhaltetherapeutin Cristina Candel mit uns. Auch in diesem Workshop war schnell diese vertrauensvolle Atmosphäre hergestellt, so dass man sich öffnen und seine Gefühle zeigen konnte. Was sich dann in den Halteprozessen ereignet hat, kann man nur schwer beschreiben. Man muss es erleben. Ich habe eine traumatische Erfahrung körperlich noch einmal durchlebt und konnte die neue Erfahrung, das überlebt zu haben, gut in mir verankern. Dies war dann wohl auch die Voraussetzung, dass ich meiner Tochter Annika überhaupt als Mutter, als die Große, die Gebende gegenüber treten konnte und sie halten konnte. Es waren tiefe emotionale Prozesse die da gelaufen sind. Als wir an diesem Wochenende wieder zu hause waren, sagte meine Tochter zu mir „Mutti, dass geht nicht so schnell, dass ich dich einfach so los lassen kann“.
Und so war es auch. Wir haben noch einige Wochen gebraucht, bis sie sich mir gegenüber als Kind und ich mich ihr gegenüber als Mutter fühlen konnte. Doch wir wussten jetzt um diesen Sachverhalt und so konnte ich ihr immer wieder sagen, „Du, ich bin hier die Große und das geht Dich nichts an, darum kümmere ich mich selbst“. Dann haben wir beide gelacht.
Es war an einem Freitagnachmittag. Es ging ihr nicht gut und ich bin zu ihr gefahren und habe sie einfach nur in die Arme genommen und festgehalten. Und da haben wir beide gespürt, sie ist das Kind und kann sich bei mir geliebt, geborgen und beschütz fühlen und ich bin die Mutter, die Liebe, Geborgenheit und Sicherheit gibt.
In der Zwischenzeit sind wir beide diesen Weg weiter gegangen. Wir danken unseren Therapeuten und Ärzten sowie allen Menschen, denen wir auf diesem Weg begegnet sind, von Herzen. Es sind alles Menschen, die Dich in die Arme schließen, wenn sie Dich sehen. Und es tut unendlich gut, im Auf und Ab des Lebens festgehalten zu werden.
Festhalten ist nicht nur eine Therapie, es ist eine Lebensform, die in unserem, leider oft sehr gefühlsarmen Umfeld ein Quell der Lebensfreude für jeden Einzelnen von uns werden kann.
-weitere Briefe & Berichte folgen in Kürze....-