Wie wir im Rahmen der Workshops arbeiten:
Ziel unserer Familienseminare ist es
Bindungen und Beziehungen zu stärken
- zwischen Eltern und ihren Kindern,
- zwischen Paaren.
Erwachsene haben die Möglichkeit ihre Beziehungskompetenz zu vertiefen:
Das Entwickeln einer angemessenen Selbstwahrnehmung
und eines angemessenen Ausdrucks von Emotionen hilft den Teilnehmern einen
authentischen, lebendigen Zugang zu sich und dem Gegenüber, sprich den anderen Familienmitgliedern, zu finden.
Dadurch wird reelle Begegnung möglich.
Während der Begleitung der Menschen wird eine variable Veränderung von Nähe eingesetzt,
die die Begegnung zum Gegenüber und den Kontakt zu sich selbst unterstützt
- wir begleiten die Menschen darin die Nähe zu finden, die ihnen gut tut.
Das Arbeitssetting ist variabel: - der Teilnehmer gibt den Weg und die Intensität vor.
Weil die Methoden des Bindungshaltens und Familienstellens so grundlegend ansetzen,
sind sie so wirksam: oft reichen wenige Sitzungen aus, um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen.
Die Erkenntnisse des Bindungshaltens lassen sich auch
im pädagogischen und erzieherischen Bereich gewinnbringend nutzen:
Krisen werden leichter gemeistert,
Kinder bekommen Hilfe bei der Bewältigung frustrierender Emotionen,
bei den Erwachsenen wächst das Verständnis und die innere Kompetenz im Umgang mit Emotionen.
Daraus ergeben sich neue, effektive Handlungsmöglichkeiten.
Viele Verhaltensauffälligkeiten und auch körperliche Symptome bei Kindern wie bei Erwachsenen
haben ihren tiefen Grund in ganz frühen Lebenserfahrungen:
In der Zeit in der es erst mal darum geht, dass diese Kinder in der Welt ankommen,
dass sie sich aufgehoben und geborgen wissen,
dass sie Vertrauen fassen und sich eingebunden wissen in ihrer Familie.
Wunden, die dort entstanden sind schmerzen meist sehr, sehr lange
und behindern oft eine gute Entwicklung.
Führende Hirnforscher wie beispielsweise Prf. Dr. Gerald Hüther
belegen die Wichtigkeit dieser ersten Lebensjahre:
" Die Beziehung zwischen Eltern und Kind, die Bindung,
ist immer der erste und wichtigste Baustein für eine gute Entwicklung
- die Voraussetzung dafür, dass ein Kind von Beginn an Neues aufnehmen,
Neues ausprobieren und die dabei gemachten Erfahrungen in seinem Gehirn fest verankern kann.
Ob es pfeifend das Leben angeht oder eher zurückhaltend und misstrauisch
- seine frühesten Erfahrungen entscheiden darüber, wie wohl oder unwohl
sich ein Kind lebenslang in seiner Haut fühlen wird."
(aus: Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden; Erstauflage 2008)
Wer sich im Leben gut angebunden weiß, kommt leichter durch Krisen und findet sich im Leben gut zurecht.
Dort setzten die Erkenntnisse des Bindungshaltens, sowie der Bondingtherapie mit ihren langjährigen Erfahrungen an:
Denn die zeigen, dass frühe Bindungserfahrungen im Gehirn zwar fest verankert sind
und den Menschen in seinem jetzigen Handeln, Fühlen und Denken wesentlich prägen und bestimmen.
Dank der neuen, korrigierenden Erfahrungen,
die im Rahmen unserer Workshops gemacht werden können,
kommt es zu einer Erfahrungserweiterung,
welche im Menschen neu verankert wird.
Diese schwächt die Wirkung der frühen Erfahrungen ab.
Die neu erworbenen, korrigierenden Erlebnisse stärken den Menschen innerlich
und helfen ihm sein bisheriges Repertoire im Umgang mit sich und anderen zu erweitern.
Wenn´s hilfreich ist, setzen wir da an, wo die Beziehungen und Bindungen unterbrochen
bzw. beschädigt wurden und unterstützen die Menschen darin
ihre Verbindung wieder aufzunehmen und zu festigen.
Das kann zwischen Eltern und Kinder sein,
wenn die Bindung zum Beispiel
durch frühe Krankenhausaufenthalte
oder Trennungen abgebrochen ist.
Ebenso bei Paaren, die ihre Paarbeziehung verbessern wollen.
Auch erwachsene Kinder, die noch darunter leiden,
dass ihnen ein liebevoller Zugang zu ihren Eltern fehlt,
kommen um einen inneren Zugang zu einem Elternteil wieder zu finden.
Ein ausführliches Erstgespräch
hilft erst mal die Situation in der sich der Einzelne,
das Paar oder die gesamte Familie gerade befindet
in seinem Umfang zu beleuchten.
Daraus wird ein klares Anliegen erarbeitet.
Während den Sitzungen liegt der Fokus
auf einer gezielten Wahrnehmung von sich selbst aber auch des Gegenübers:
Wir nehmen uns gegenseitig wahr –
Wie geht es mir selbst, wie nehme ich dich wahr?
Was spüren wir, fühlen wir, sehen wir? Was brauche ich? Was brauchst du?
Indem wir uns auch liebevoll halten, bekommen wir ein intensives Gefühl füreinander
– manches ist dann leichter zu klären.
C.Candel